Go West: Russisches Erdgas für DeutschlandDie Geschichte der STEGALDie STEGAL (Sachsen-Thüringen-Erdgas-Leitung) ist die erste Erdgasfernleitung, die BASF/Wintershall und OAO Gazprom gemeinsam gebaut haben: Spatenstich für die rund 320 Kilometer lange Pipeline war am 1. Oktober 1991. Ein Jahr später ging der erste Abschnitt der Fernleitung bereits ans Netz - das erste Gas strömte zu den Kunden in Thüringen und Sachsen. Im August 1993 ist die STEGAL komplett fertig gestellt: Sie schließt nahe dem sächsischen Olbernhau an das tschechische und slowakische Leitungssystem für russisches Erdgas an. Im Westen trifft sie bei Reckrod in Hessen auf die MIDAL (Mitte-Deutschland-Anbindungs-Leitung). Zur wichtigsten Ost-West-Verbindung in der Transport-Infrastruktur der WINGAS wird die STEGAL im September 1999: Am Gaskreuzungspunkt nahe dem thüringischen Rückersdorf wird die Erdgasfernleitung JAGAL (Jamal-Gas-Anbindungs-Leitung) angeschlossen, mit der die WINGAS bei Frankfurt/Oder russisches Erdgas übernimmt und in Richtung Westen weitertransportiert. Am 9. Juli 2004 hat WINGAS vor Journalisten im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin den Ausbau der STEGAL bekannt gegeben. Mit Investitionen von 200 Millionen Euro soll die Transportkapazität der Leitung um 50 Prozent erhöht werden. Die bereits bestehenden Verdichterstationen in Reckrod (Hessen), Rückersdorf (Thüringen) und Olbernhau (Sachsen) werden sukzessive ausgebaut; eine zusätzliche Station entsteht in Eischleben, Thüringen. Bis Ende des Jahres 2006 - zum 15-jährigen Bestehen der STEGAL - sollen die vorhandenen Rohrleitungen an ausgewählten Abschnitten auf rund 100 Kilometer Länge durch eine parallel verlegte Pipeline ergänzt werden. |
PI-05-08b - 11.07.2005Kontakt
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